Sonntag, 27. September 2009

Hakodate

Diese Woche war von Montag bis Mittwoch die Silver Week, demzufolge hatten die Japaner endlich mal wieder einen Feiertag, bzw. gleich mehrere! Da meine Gasteltern relativ selten frei haben, seltener als der durchschnittliche Japaner (und das will was heissen), haben wir die Tage natuerlich fuer eine kleine Reise genutzt.

Unser Ziel war Hakodate, die suedlichste Grossstadt auf Hokkaido. Da es sich mit Auto nur sehr schwer hinkommen laesst, sind wir gute 5 1/2 Stunden mit dem Zug gefahren. Hakodate ist besonders beruehmt fuer drei Sachen: den Nachtblick, welcher nach Rio de Janeiros- und Hongkongs-Nachtblick wohl der drittschoenste der Welt sein soll (wozu ich spaeter nochmal komme), Hamburger und Tintenfisch. Um den Tintenfisch habe ich natuerlich bei unseren Mahlzeiten einen grossen Bogen gemacht.
Am ersten Tag, klarer Sonnenhimmel bei 25 Grad, entschieden wir uns, am Abend gleich auf den Berg zu gehen, auf dem sich die Aussichtsplattform fuer den Nachtblick von Hakodate befindet. Relativ frueh stellten wir uns an die Bushaltestelle, hatten aber trotzdem schon ca. 100 Leute vor uns. Nach einer 30-minuetigen Busfahrt waren wir bei bereits fortgeschrittener Abenddaemmerung auf dem Berg, mit ca. 1500 anderen Leuten, und konnten uns dem vollen Ausmass der hakodatischen Lichterpracht hingeben! Wer das mit eigenen Augen sieht, zweifelt nicht dadran, dass dies einer der schoensten Nachtblicke der Welt ist! Wolkenfreier Himmel, einfach eine perfekte Sicht gehabt, auch wenn es ein grosses Gedraenge war, denn immerhin wollte jeder ein gutes Foto schiessen. Von meinen gut 20 geschossenen Fotos, habe ich einfach mal probiert, das beste rauszusuchen:
Nach unserem Besuch auf der Plattform, haben wir in der Stadt dann doch noch ein Restaurant gefunden (nach ca. 40 Minuten suchen), was nicht ueberfuellt war, in einem haetten wir drei Stunden warten muessen. Danach fielen wir alle relativ muede ins Bett, gluecklicherweise ich in meinem eigenem Zimmer. Warum gluecklicherweise? Nun, Otousan hat die nette Eigenschaft, sehr laut zu schnarchen, wenn er besonders geschafft war an dem Tag. Das hat mir in den anderen Hotels schon so einige Male den Schlaf geraubt!
Am zweiten Tag fuhren wir per Mietauto in eine nah Hakodate gelegenen Stadt namens Matsumae. Matsumae ist ziemlich klein und sehr alt, beruehmt fuer eine genauso kleine Burg. Da Okaasans Uropa ein echter Samurai war und ihre Familie urspruenglich in Matsumae gewohnt hatte, befinden sich da noch einige Graeber, denen wir einen Besuch abstatteten. Auf dem Friedhof habe ich auch gleich ein Foto geschossen, von dem schoensten Insekt, was ich bisher live sehen konnte - Okaasan jedoch war froh, als die Raupe sich nicht mehr in ihrer Naehe befand.
Danach gingen wir in einen Samurai-Themenpark, der ausser ein paar alten Haeusern nichts aufregendes an sich hatte. Trotzdem hat sich dort einer meiner groessten Wuensche hier fuer meinen Japan-Aufenthalt erfuellt: ich konnte eine echte Samurai-Ruestung anlegen! Fuer nur schlappe sechs Euro konnte ich mir die komplette Ruestung plus (stumpfen) Schwertern anlegen lassen, war ich vielleicht gluecklich! Ich war ja schon immer begeistert von diesen Ruestungen und wollte seit Anfang meines Aufenthalts hier an mich damit kostuemieren. Ein weiterer, grosser Wunsch ist mir also in Erfuellung gegangen und natuerlich gibt es auch davon Bilder:
Um den ganzen Spass genuegend zu feiern, gingen wir in eines der beruehmten Hamburger-Restaurants. Was ich dort essen wollte, war Otousan, Okaasan und mir schon vor unserer Hinreise klar: den Hakodate-Yama! Uebersetzt heisst das soviel wie "Hakodate-Berg". Was passiert also, wenn man das Wort "Hamburger" mit dem Wort "Berg" kreuzt? Richtig! Ein Hamburger-Berg passiert dann! Waehrend "Papa" und "Mama" sich einen Burger im Normalformat goennten, genehmigte ich mir die volle Wucht an Kalorien! Dieser Burger besteht aus drei Burgern: das Erdgeschoss ist ein Rindfleisch-Burger mit Omelette, die erste Etage wird durch einen Schweinefleisch-Burger ergaenzt und die zweite Etage wird durch einen Gefluegel-Buerger perfektioniert! Fur ca. acht Euro (Verhaeltnismaessig relativ billig, oder?) einen 1a Geschmack, mit Garantie fuer ueberhoehte Fettpolsterbildung am Bauch. Ja, ich habe ihn alleine gegessen, Okaasan und Otousan schuettelten nur stumm den Kopf, als ich ihnen etwas angeboten habe. Bei dem Erdgeschoss musste ich auch echt kaempfen, denn intelligenterweise hatte ich vorher noch ein Softeis und ein Eisparfe gegessen. Wenn du denkst, ich komme als runde Kugel zurueck, dann muss ich dich leider enttaeuschen, denn durch taeglichen Sport bleibe ich gut in Form! Du wirst dich wahrscheinlich fragen "Wie hat der Spinner das Teil gegessen?!" - leider musste ich es auf die einzig moegliche Variante machen, naemlich Stueck fuer Stueck. Sogern ich davon 'nen Riesenbissen genommen haette, so gross ist meine "Klappe" dann doch wieder nicht.

Soweit erstmal, um dich wie immer auf dem laufenden zu halten: Zum Abschluss noch ein Bild von Hakodate bei Tag, geschossen von der selben Aussichtsplattform.
Dein Jonathan

Mittwoch, 16. September 2009

Da bin ich wieder

Um ein Woertchen ueber die kurzzeitige Sperrung des Blogs zu verlieren: Vielleicht habe ich manche Sachen etwas zu krass formuliert, Tatsache ist, dass ich Dinge, die ich schreibe, mir nicht einfach aus den Fingern sauge, sondern sie auf Fakten beruhen. Entschuldigung an die, die es nicht betrifft und trotzdem keinen Zugang zum Blog hatten. Doch komme ich nun zu den etwas interessanteren Dingen!

Viel hat sich waehrend der letzten Zeit nicht getan, waere da nicht diese grosse Kleinigkeit vom letzten Samstag. Wie bereits berichtet (glaube ich), war es endlich Zeit fuer den Debattier-Contest, der nicht wirklich etwas mit debattieren, sondern eher etwas mit Vortrag halten zu tun hatte. Ich war, wie vermutlich jeder andere von den insgesamt 13 anwesenden Schuelern auch, sehr aufgeregt, aber fest entschlossen, wenigstens einen kleinen Preis zu gewinnen! Sechs Trophaeen gab es, drei grosse, drei etwas kleinere. Nach einer knappen Stunde Wartezeit wurde mit dem Contest begonnen, meine Startnummer war die Nummer drei.
Der erste, der in meiner Kategorie (ueber das eigene Leben) debattierte, ist im Debattier-Contest der Schule, die auch den Austragungsort des Contests darstellte. Der war schon echt gut, nur leider habe ich nichts verstanden, wie bei allen anderen Vortraegen auch. Nach dem zweiten Teilnehmer war ich dann dran, ging vorschriftsmaessig auf die Buehne, Verbeugung, alles gut soweit. Meinen Vortrag hatte ich mit nur einem klitzlekleinen Versprecher gemeistert, was mich ehrlich gesagt sehr ueberrascht hat. Normalerweise, wenn ich den Vortrag vor anderen Leuten geprobt hatte, gab es immer irgendeine Stelle, an der ich einfach den Faden verloren hatte. Zufrieden setzte ich mich wieder auf meinen Stuhl und durfte mir noch die ganzen anderen Teilnehmer anhoeren, was sicher interessant gewesen waere, haette ich etwas verstanden.
In der anderen Kategorie (selbst ausgewaehltes Thema) glaenzte besonders ein Maedchen aus dem selbigen Debattier-Club durch ihre Vortragsweise. Sie war, soweit ich weiss, auch schon vor dem Contest eine der Favoritinnen. Nachdem die zweite Kategorie beendet war, zog sich die Jury zurueck und kam nach einer etwas verspaeteten Besprechung wieder zurueck, um die Platzierungen zu verkuenden. Vierter Platz!!!!!! Somit gehe ich auch zu dem Halbfinale in Sapporo, wo sich alle weitergekommenen Schueler ganz Hokkaidos versammeln!! Als vierter habe ich eine Trophaee und eine ziemlich grosse Urkunde bekommen, die mein Lehrer erstmal mit in die Schule genommen hat, um sie dort fuer zwei Tage auszustellen. Mit mir sind noch zwei andere meiner Schule weitergekommen, eine davon hat den zweiten Platz bekommen. Der erste Platz ging wie erwartet an die Dame aus dem Debattier-Club, sie hatte ihn aber auch wirklich verdient.
Nach dem Contest wurde ich von einem Journalisten interviewt und siehe da, drei Tage spaeter bin ich auch schon mit einem wirklich ueberraschend grossen Artikel in der meistgelesensten Zeitung Obihiros! Am Tag der Herausgabe des Artikels, habe ich schon die ersten Nachrichten und Glueckwuensche von Freunden auf mein Handy geschickt bekommen. Am Montag wurde ich bereits von zwei Lehrern beglueckwuenscht, die meine Trophaee neben denen der anderen zwei Schuelern gesehen haben. Okaasan und Otousan waren genau so gluecklich wie ich und es macht mich natuerlich noch froehlicher, den beiden eine Freude zu machen, denn wer haette es mehr verdient als die beiden?

Heute werde ich mit meinem LP einen Tag verbringen, auch sie war sehr von dem Zeitungsartikel begeistert. Ab morgen startet endlich wieder Schule und ganz besonders: mein Club! Naechste Woche bin ich fuer drei Tage in einer ziemlich weit entfernten Stadt namens Hakodate mit Okaasan und Otousan, beruehmt fuer ihren Tintenfisch (nicht sehr lecker), aber ich wollte dahin, weil Hakodate fuer seinen Nachtblick auf die Stadt sehr beruehmt ist. Laesst sich nur auf gutes Wetter hoffen!
Was sich als letztes noch zum Contest sagen laesst: das Halbfinale findet vom 7. bis 9. Oktober in Sapporo statt, genau drei Tage nach meinem Aufenthalt in Sapporo fuer den Marathon! Dann kommt eine Woche spaeter noch die Klassenfahrt, der Oktober wird also der Monat des Reisens, was mich natuerlich nur allzu positiv stimmt. Eine kleine Erlaeuterung zu dem Bild: Links die Trophaee, rechts der Zeitungsausschnitt. Die linke Haelfte ist der Teil, der ueber mich geschrieben ist. Vermutlich ist er so gross, weil ich der erste Auslaender bin, der an dem Contest teilgenommen hat. Sowohl Zeitung als auch Trophaee liegen auf der Urkunde!
Schoene Gruesse aus dem gerade sonnigen Obihiro,

Dein Jonathan

Montag, 7. September 2009

Zur Abwechslung mal 'nen Marathon

Wie bereits vorher erwaehnt, hatte ich gestern meinen dritten von wahrscheinlich insgesamt vier Marathons hier. 10km - kein Problem, waere da nicht diese etwas speziellere Route.
Meinen ersten 10km-Lauf hier hatte ich ja, falls du dich erinnerst, in gut 47 Minuten abgeschlossen. Der gestrige Marathon aber sollte sich als bedeutend schwieriger gestalten, denn die Strecke hatte eine Hoehendifferenz von 200 Metern! Klingt erstmal gar nicht so viel, aber wer einmal einen 100 Meter hohen und sehr steilen Berg hochgerannt ist, versteht, was ich meine. Die 10km-Strecke bestand insgesamt aus zwei Bergen, schon nach den ersten zwei Kilometern waren wirklich alle am schnaufen. Die ersten 2,5km ging es nur bergauf, zwei mal musste man sogar Treppen steigen. Du denkst vielleicht, bergab sei ja ziemlich leicht, da kann man einfach losrennen, aber nein, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Der Koerper neigt naemlich beim bergab Laufen sehr schnell dazu, Seitenstechen zu bekommen. Als ich den ersten Berg bewaeltigt hatte, war ich schon recht erschoepft. Nach ein paar hundert Metern betrat ich dann ein offenes Feld, wo sich mir ein grausamer Anblick bot: der zweite Berg. Einen ganzen Kilometer einen supersteilen Berg hochzulaufen ist so unglaublich anstrengend, ich waer beinahe vor Erschoepfung zusammengebrochen. Letztendlich war ich schneller, wenn ich den Berg hochlief als ihn hochzurennen! Oben angekommen habe ich dann meine letzte Kraft mobilisiert und bin weitergerannt, immerhin nur noch 5km. Obwohl es natuerlich hauptsaechlich bergab ging, gab es doch zwischendurch diverse Erhebungen, die mir das Rennen nur schwerer machten. Mein Durchschnittstempo hatte ich trotz der extremen Seitenstechen erhoeht, was hauptsaechlich daran lieg, dass ich bergab gerannt bin, und auf dem letzten Kilometer nochmal jemanden ueberholt. Den letzten Kilometer rannte mir die ganze Zeit jemand hinterher, offensichtlich, weil er mich noch ueberholen wollte. Bei den letzten 100 Metern ueberholt er mich dann auf einmal, aber ich dachte "Nicht mit mir!" und bin losgesprintet. Gluecklicherweise konnte ich verhindern, dass er mir meinen hartverdienten Platz wegnimmt. Ca. vier Meter vorm Ziel habe ich sogar, eher unbewusst, noch jemanden ueberholt! Nach meinem Sprint durchs Ziel kam erstmal die Moderatorin an und wollte sich mit mir unterhalten. Nach ein paar kurzen Saetzen von mir, mehr konnte ich nicht rausbringen, ich war einfach zu erschoepft, entliess sie mich gluecklicherweise und ich konnte mich nach dem haertesten Marathon, den ich bisher gerannt bin, ein wenig ausruhen. Schnell holte ich mir noch meine Urkunde: 52 Minuten 23 Sekunden und somit 12. von 56 Plaetzen der Altersklasse 39 Jahre und weniger!!!! Ein ziemlich guter Schnitt und ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Fuer eine Medaille hats dann aber leider doch nicht gereicht. Meistens gewinnen Leute von ca. 28 Jahren den ersten Platz, habe ich also noch ein wenig Zeit zu trainieren. Das war es mal wieder fuers Erste.
Dein Jonathan

Freitag, 4. September 2009

Keisuke-Jonathan-Tag

Wie du als fleissiger Leser ja weisst, hatte ich von letzter Woche Mittwoch bis einschliesslich Montag dieser Woche frei, Dienstag dann also endlich wieder Schule. Am Mittwoch bin ich wie gewohnt mit Nathalie zur Schule gefahren, als mich auf dem Hinweg mein Homeroom-Lehrer angerufen hat. "Yoni, du musst heute nicht zur Schule kommen. Deine Klasse hat bis zum einschliesslich 8. frei." - Neiiiiiiiiiiinnnnnnnnn!!!!!!!!!!! Eine weitere Woche Ausgangsverbot! Und was noch schlimmer ist: dadurch, dass wir soviel frei haben, werden wahrscheinlich unsere Winterferien gekuerzt! Jedoch habe ich herausgefunden, dass nur meine und noch eine andere Klasse keine Schule haben, bleibt also die Frage, wie nur fuer zwei Klassen die Ferien gekuerzt werden sollen. Nicht nur ich, sondern auch der Rest meiner Klasse ist von den zweiten "Ferien" natuerlich alles andere als begeistert.
Ich habe erstmal direkt Keisuke eine SMS geschrieben, ob ich bei ihm vorbeikommen kann. Wie ich erwartet hatte, ging es nicht, weil er nach Shimizu, seinem eigentlichen Wohnsitz (ca. 30 Minuten per Auto entfernt), zu dem Haus seiner Familie faehrt und dafuer packen musste. Wenn er weder Schule noch Club hat, dann faehrt er immer nach Shimizu, wie auch jedes Wochenende am Samstag, nach dem der Baseballclub zu Ende ist. Ich fragte ihn daraufhin, ob ich nicht nach Shimizu kommen koennte, was wir sowieso schon fuer die Winterferien geplant haben, in denen ich bei ihm uebernachten werde. Ueberraschenderweise bejahte er, jedoch muss das ganze natuerlich "top secret" geschehen, weil wenn meine Schule irgendwie Wind davon bekommt, sind wir beide sehr aufgeschmissen. Mit Einverstaendnis von Okaasan, die nach unzaehligen Fragen, wie "Weisst du auch auf welchem Gleis dein Zug faehrt?" "Und vergiss nicht jemanden zu Fragen, ob der Zug in Shimizu haelt!" auch kein Problem mehr damit hatte, mich dort alleine hinfahren zu lassen, war ich dann auch schon am Donnerstag bei schoenem Wetter in der kleinen Stadt.
In seinem, fuer japanische Verhaeltnisse, ziemlich grossen Haus haben wir uns erstmal Kindheitsfotos von ihm angeguckt - einmalig! Anschliessend wollten wir Tretboot fahren gehen, lustigerweise an dem Ort, an dem ich schon mit Okaasan und Otousan Tretboot fahren war. Leider hatte der Laden noch geschlossen. Nagut, dann halt Park-Golf. Verdammt, jeden Donnerstag wird der Rasen gemaeht. Shimizu bietet nicht wirklich eine breite Palette an Vergnuegungsmoeglichkeiten, also hat er mich ein bisschen in der Stadt rumgefuehrt. Danach haben wir bei ihm zu Hause Mittag gegessen und dann lernte ich auch seinen Vater kennen, was sich etwas schwieriger gestaltete, weil es keinen Zeitpunkt gab, an dem ich mich haette ihm vorstellen koennen. Der Vater ist nach dem Mittagessen auch schon wieder zur Arbeit, leider nur eine kurze Begegnung. Dann entschied Keisuke, etwas zu machen, was ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht habe: Angeln. Mit dem Fahrrad sind wir dann zu einem gut 10 Minuten entfernten Fluss gefahren und haben geangelt, aber leider nichts gefangen - meiner Meinung nach, weil nichtmal Fische da waren. Kaum waren wir zurueck, war auch schon meine Aufenthaltszeit vorueber, weil Okaasan nicht wollte, dass ich eine Bahn spaeter nehme, dann wuerde ich naemlich um 19.30 Uhr ankommen und das waere ja echt spaet.
Ungluecklicherweise musste ich genau die Bahn nehmen, in der auch die ganzen Leue von meiner Schule zugestiegen sind, unter anderem auch Leute aus meinem Jahrgang!! Sehr, sehr gefaehrlich. Einer aus dem hoeheren Jahrgang fragte mich, ob ich heute nicht mit Fahrrad zur Schule gekommen bin (ich habe nichtmal meine Schuluniform getragen?!). "Nein, heute mal nicht mit Fahrrad." - hust, aehem, ja. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht irgendein Lehrer zu hoeren bekommt, dass ich trotz der Ausgangssperre draussen war, wenn doch, muss ich mir schon eine Ausrede zurecht legen.
Trotz dieses unangenehmen Vorfalls in der Bahn hatte ich endlich einen Tag, an dem ich mit Keisuke ein wenig Zeit verbringen konnte, gibts nicht allzu viele von! Heute male ich ein Maskottchen fuer einen Contest, an dem nur wenige Leute teilnehmen, aber es gibt immerhin 240 Euro zu gewinnen. Mein Maskottchen: ein Eichhoernchen! Da ich ja in Deutschland fast jeden Tag eines gesehen habe, sollte das im Bereich des Moeglichen liegen. Meine Schwestern schreiben keine Blogeintraege, demzufolge vertreibe ich mir noch die Zeit mit dem Buch "Das Chagrinleder" von Honore de Balzac. Nun dann, ich werde mal wieder meine Rede fuer den Debattiercontest lernen! Au revoir,
Dein Jonathan