Unser Ziel war Hakodate, die suedlichste Grossstadt auf Hokkaido. Da es sich mit Auto nur sehr schwer hinkommen laesst, sind wir gute 5 1/2 Stunden mit dem Zug gefahren. Hakodate ist besonders beruehmt fuer drei Sachen: den Nachtblick, welcher nach Rio de Janeiros- und Hongkongs-Nachtblick wohl der drittschoenste der Welt sein soll (wozu ich spaeter nochmal komme), Hamburger und Tintenfisch. Um den Tintenfisch habe ich natuerlich bei unseren Mahlzeiten einen grossen Bogen gemacht.
Am ersten Tag, klarer Sonnenhimmel bei 25 Grad, entschieden wir uns, am Abend gleich auf den Berg zu gehen, auf dem sich die Aussichtsplattform fuer den Nachtblick von Hakodate befindet. Relativ frueh stellten wir uns an die Bushaltestelle, hatten aber trotzdem schon ca. 100 Leute vor uns. Nach einer 30-minuetigen Busfahrt waren wir bei bereits fortgeschrittener Abenddaemmerung auf dem Berg, mit ca. 1500 anderen Leuten, und konnten uns dem vollen Ausmass der hakodatischen Lichterpracht hingeben! Wer das mit eigenen Augen sieht, zweifelt nicht dadran, dass dies einer der schoensten Nachtblicke der Welt ist! Wolkenfreier Himmel, einfach eine perfekte Sicht gehabt, auch wenn es ein grosses Gedraenge war, denn immerhin wollte jeder ein gutes Foto schiessen. Von meinen gut 20 geschossenen Fotos, habe ich einfach mal probiert, das beste rauszusuchen:
Nach unserem Besuch auf der Plattform, haben wir in der Stadt dann doch noch ein Restaurant gefunden (nach ca. 40 Minuten suchen), was nicht ueberfuellt war, in einem haetten wir drei Stunden warten muessen. Danach fielen wir alle relativ muede ins Bett, gluecklicherweise ich in meinem eigenem Zimmer. Warum gluecklicherweise? Nun, Otousan hat die nette Eigenschaft, sehr laut zu schnarchen, wenn er besonders geschafft war an dem Tag. Das hat mir in den anderen Hotels schon so einige Male den Schlaf geraubt!
Am zweiten Tag fuhren wir per Mietauto in eine nah Hakodate gelegenen Stadt namens Matsumae. Matsumae ist ziemlich klein und sehr alt, beruehmt fuer eine genauso kleine Burg. Da Okaasans Uropa ein echter Samurai war und ihre Familie urspruenglich in Matsum
ae gewohnt hatte, befinden sich da noch einige Graeber, denen wir einen Besuch abstatteten. Auf dem Friedhof habe ich auch gleich ein Foto geschossen, von dem schoensten Insekt, was ich bisher live sehen konnte - Okaasan jedoch war froh, als die Raupe sich nicht mehr in ihrer Naehe befand.
Danach gingen wir in einen Samurai-Themenpark, der ausser ein paar alten Haeusern nichts aufregendes an sich hatte. Trotzdem hat sich dort einer meiner groessten Wuensche hier fuer meinen Japan-Aufenthalt erfuellt: ich konnte eine echte Samurai-Ruestung anlegen! Fuer nur schlappe sechs Euro konnte ich mir die komplette Ruestung plus (stumpfen) Schwertern anlegen lassen, war ich vielleicht gluecklich! Ich war ja schon immer begeistert von diesen Ruestungen und wollte seit Anfang meines Aufenthalts hier an mich damit kostuemieren. Ein weiterer, grosser Wunsch ist mir also in Erfuellung gegangen und natuerlich gibt es auch davon Bilder:
Soweit erstmal, um dich wie immer auf dem laufenden zu halten: Zum Abschluss noch ein Bild von Hakodate bei Tag, geschossen von der selben Aussichtsplattform.
Dein Jonathan
die samurai-rüstung ist ja cool ;) (besonders die dazu perfekt passenden schuhe)
AntwortenLöschenwar die rüstung nicht ziemlich schwer?
auf so einen hamburger-berg hätte ich jetzt auch appetit, obwohl ich wahrscheinlich nicht mal die hälfte schaffen würde ;)
viele grüße!
Ja Lene, die Ruestung war verdammt schwer! Hatte nachdem ich den Brustpanzer nur 5 Minuten getragen hatte schon Muskelkater^^
AntwortenLöschenOHAA lecker XD
AntwortenLöschenDAnke für deine karte :)
wieso willst du keinen tintenfisch essen?
AntwortenLöschendas foto von der raupe ist wirklich sehr schön!
boah echt kuhl mit der samurairüstung! der helm is aber gar nich aus papier... :(
haha, das mit der runden kugel und klappe hast du gut geschrieben XD