Montag, 7. September 2009

Zur Abwechslung mal 'nen Marathon

Wie bereits vorher erwaehnt, hatte ich gestern meinen dritten von wahrscheinlich insgesamt vier Marathons hier. 10km - kein Problem, waere da nicht diese etwas speziellere Route.
Meinen ersten 10km-Lauf hier hatte ich ja, falls du dich erinnerst, in gut 47 Minuten abgeschlossen. Der gestrige Marathon aber sollte sich als bedeutend schwieriger gestalten, denn die Strecke hatte eine Hoehendifferenz von 200 Metern! Klingt erstmal gar nicht so viel, aber wer einmal einen 100 Meter hohen und sehr steilen Berg hochgerannt ist, versteht, was ich meine. Die 10km-Strecke bestand insgesamt aus zwei Bergen, schon nach den ersten zwei Kilometern waren wirklich alle am schnaufen. Die ersten 2,5km ging es nur bergauf, zwei mal musste man sogar Treppen steigen. Du denkst vielleicht, bergab sei ja ziemlich leicht, da kann man einfach losrennen, aber nein, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Der Koerper neigt naemlich beim bergab Laufen sehr schnell dazu, Seitenstechen zu bekommen. Als ich den ersten Berg bewaeltigt hatte, war ich schon recht erschoepft. Nach ein paar hundert Metern betrat ich dann ein offenes Feld, wo sich mir ein grausamer Anblick bot: der zweite Berg. Einen ganzen Kilometer einen supersteilen Berg hochzulaufen ist so unglaublich anstrengend, ich waer beinahe vor Erschoepfung zusammengebrochen. Letztendlich war ich schneller, wenn ich den Berg hochlief als ihn hochzurennen! Oben angekommen habe ich dann meine letzte Kraft mobilisiert und bin weitergerannt, immerhin nur noch 5km. Obwohl es natuerlich hauptsaechlich bergab ging, gab es doch zwischendurch diverse Erhebungen, die mir das Rennen nur schwerer machten. Mein Durchschnittstempo hatte ich trotz der extremen Seitenstechen erhoeht, was hauptsaechlich daran lieg, dass ich bergab gerannt bin, und auf dem letzten Kilometer nochmal jemanden ueberholt. Den letzten Kilometer rannte mir die ganze Zeit jemand hinterher, offensichtlich, weil er mich noch ueberholen wollte. Bei den letzten 100 Metern ueberholt er mich dann auf einmal, aber ich dachte "Nicht mit mir!" und bin losgesprintet. Gluecklicherweise konnte ich verhindern, dass er mir meinen hartverdienten Platz wegnimmt. Ca. vier Meter vorm Ziel habe ich sogar, eher unbewusst, noch jemanden ueberholt! Nach meinem Sprint durchs Ziel kam erstmal die Moderatorin an und wollte sich mit mir unterhalten. Nach ein paar kurzen Saetzen von mir, mehr konnte ich nicht rausbringen, ich war einfach zu erschoepft, entliess sie mich gluecklicherweise und ich konnte mich nach dem haertesten Marathon, den ich bisher gerannt bin, ein wenig ausruhen. Schnell holte ich mir noch meine Urkunde: 52 Minuten 23 Sekunden und somit 12. von 56 Plaetzen der Altersklasse 39 Jahre und weniger!!!! Ein ziemlich guter Schnitt und ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Fuer eine Medaille hats dann aber leider doch nicht gereicht. Meistens gewinnen Leute von ca. 28 Jahren den ersten Platz, habe ich also noch ein wenig Zeit zu trainieren. Das war es mal wieder fuers Erste.
Dein Jonathan

7 Kommentare:

  1. hey, Gratulation! Für mich klingt das wie ein absoluter Horrortrip... xD Bäh, Sport.

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  2. *applaudiere*
    sport ist cool!
    ich würde auch gerne mal wieder joggen gehen, aber ich hab so wenig zeit :/

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  3. Maxi das kannste nachholen wenn ich wieder da bin :D

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  4. Für mich klingt das nach einem menschen, der auf sich selbst ziemlich stolz ist ;)
    nein, nein, kannst du ja ruhig sein *schleim*
    viele grüße,
    Lene

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  5. Das darf ich ja wohl sein, nach so wenig Training :O

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  6. ja ja, ruh' dich ruhig auf deinen lorbeeren aus ;)
    L

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