Nun ist es also doch mal wieder soweit: ein Blogeintrag! Nach doch verhaeltnismaessig langer Abwesenheit, auf Grunde massiven Zeitmangels, komme ich endich wieder dazu, zu schreiben. Ich will dich nicht anluegen und muss daher gleich mit einer schlechten Nachricht beginnen. Mein einziger Tag, an dem ich den Blog schreiben kann, ist ja bekanntlich Montag. Doch auch da wird es jetzt knapp, da ich mich natuerlich mehr und mehr in die japanische Kultur integriere und z.B. Keisuke auch Montags keinen Bukatsu hat. Demnach verbringe ich Montags ab und zu Zeit mit Keisuke, was bedeutet, dass ich meine Blogeintraege auf Tage, an denen ich frueh Schluss habe, minimieren werden. Ein grosses "Sorry!" an alle Blogfans, aber irgendwann musste dieser Zeitpunkt ja kommen. Ich werde nebenbei natuerlich noch fleissig E-Mails schreiben, natuerlich nur, wenn Mutter Zeit mir das erlaubt. Sorry, Sorry! Doch nun zum Blog.
Eigentlich gibt es nicht sonderlich viel neues zu berichten. Wie oben bereits erwaehnt, integriere ich mich stetig und werde auch dementsprechend von meinen Mitschuelern behandelt (im positiven Sinne). Am Samstag habe ich mir das nette Geraet gekauft, was heute in der Schule in meiner Klasse fuer Gespraechsstoff gesorgt hat: ein Handy! Sofort wollte jeder meine Adresse haben, aber ich hab sie eigentlich nur denen gegeben, von denen ich denke, bei denen ist sie gut aufgehoben. Am Wochenende habe ich schon die ersten Mails mit Freunden ausgetauscht und in den zwei Tagen insgesamt 121 Mails bekommen und 143 geschrieben. Zum Glueck ist das alles im Preis drin, welcher sich auf gut 15 Euro monatlich belaueft. Mit dem Handy bin ich wirklich vollzeitbeschaeftigt, denn sobald die Bukatsus zu Ende sind, bekomme ich fast jede Minute eine Mail. Okaasan und Otousan finden es auch sehr amuesant, weil mein Handy dementsprechend oft vibriert. Das Handy hat natuerlich auch seine Vorteile, einerseits kann ich viele Kanji benutzen und viele neue kennenlernen (Meine Freunde sparen nicht mit den Kanji, ich armer Austauschschueler!), andererseits kann ich nun auch ausserhalb der Schule Treffpunkte mit Freunden ausmachen, wonach ich mich wirklich gesehnt habe. Ab und zu schreibe ich auch mit Klassenkameraden, auch wenn wir in einem Raum sind, denn wie heisst es so schoen: zwei Meter Luftlinie sind kein Grund auf SMS (eigentlich MSN) zu verzichten!
Wieder ein Stueck Kultur mehr gegessen. Diesmal handelte es sich aber nicht um japanische, sondern um chinesische! Pitang, das sind Eier von der Ente, welche mehrere Monate gegoren sind. Wahrscheinlich wirst du gerade dein Gesicht verziehen und denken: "Boah wie eklig!", aber wer nunmal ins Ausland geht, sollte alles mal probieren. Das Eiweiss ist dann braun und sieht etwas glasig aus, hat aber noch die selbe Konsistenz, wie das normale Eiweiss. Die Konsistenz vom Eigelb veraendert sich auch nicht, die Farbe veraendert sich von gelb zu einem hellen braun. Da ich das Zeug schon immer mal probieren wollte, es aber unglaublich teuer ist, war ich natuerlich sehr gespannt. Geschmacklich war es ehrlich gesagt nicht so der Bringer, es war zwar ertraeglich, aber oft essen wuerde ich es nicht. Trotzdem bin ich froh, ein weiteres Ziel erreicht zu haben!
Ansonsten geht es mir sehr gut. Seit letzter Woche fahre ich jeden Morgen mit Nathalie zur Schule. Wir unterhalten uns zwar noch auf Deutsch, aber wenn ich Japanisch reden will, ist das natuerlich kein Problem. Sie kanns ja schliesslich perfekt.
Ausserdem hatte ich meinen ersten Friseurbesuch in Japan! Okaasan und Otousan haben da so ihren Stammladen, welcher natuerlich sauteuer ist. Normalerweise kostet es ab 20 Euro aufwaerts, und ich lass mir eigentlich nur die Haare kuerzen. Nach doppelter Haarwaesche und professionellem schneiden, nebenbei noch diverse Ueberhaeufungen mit Lob, weil mein Japanisch doch so gut ist, das uebliche halt, trat ich den schmerzhaften Weg zur Kasse an. Doch siehe da, was hat man doch nicht alles fuer Vorteile, wenn man blond ist und Japanisch kann. Statt 20 Euro musste ich nur 12 bezahlen und meine Haare waren fuer den Moment wahrscheinlich die weichesten der Welt. Ich denke, ich werde dorft noch oefter hingehen.
Das wars soweit erstmal aus Japan. Du siehst also, mir geht es hier immernoch gut und ich geniese alles in vollen Zuegen. Des weiteren probieren ich natuerlich aus allem "maximale Erfolge" zu erzielen!
Dein Jonathan
Montag, 25. Mai 2009
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... alle Achtung dass du sogar in einem Land wie Japan mit einem Handy fuer Furore sorgen kannst. Wer haette sowas fuer moeglich gehalten.
AntwortenLöschenach hast du jetzt ein Vertragshandy oder wie? :)
AntwortenLöschenIeh das mit den Eiern find ich aber wirklich eklig. >.<
die Japaner und ihre Handys... und jetzt auch noch du! XD jetzt wirst du noch zum richtigen japaner *hust*
AntwortenLöschenvon diesen eiern hab ich auch schonmal gehört... schön, dass du das probieren konntest.
Tjaja, der blonde Joni...
Viele liebe Grüße,
Tina
Nein, ist ein Prepaid Hndy. VertragsHandys waeren so ab 24 Euro aufwaerts monatlich^^
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